Trägermodell

– NUR – aber – ein Vorschlag!!! zur Anregung der Diskussion um das alte Arbeitsamt und wie es organisiert werden kann…
 
Ein mögliches Trägermodell
für ein Bürger & Umwelt Zentrum –  im Phönix-Haus 
 

(In meiner Version natürlich für das alte Arbeitsamt, das als Umwelt & Bürgerzentrum vielleicht sogar wieder den alten Namen das „Phönix-Haus“ tragen könnte – um damit auch der Entwicklungschronik unserer Landeshauptstadt Rechnung zu tragen.)

Für das „Phönix-Haus“ stelle ich mir ein Pachtmodell vor, da Grund und Gebäude dem Land gehören und bei ihm auch bleiben sollen.
Die BLB (Bau und Liegenschaftsbetrieb) des Landes NRW verwaltet die Landesliegenschaften laut Aussage ihrer Website nach wirtschaftlichen und ökonomischen Gesichtspunkten.
Insofern könnte man die Pachtsumme des Gebäudes mit ca.14.000 qm vermietbaren Räumen schätzen und daraus eine möglichst reale Jahrespacht ableiten.
Die jährliche Pacht könnte – wie ich vorschlagen würde – ein Drittel der momentan verrechneten Summe betragen, die die Staatsanwaltschaft momentan „bezahlt“.
Insofern beliefe sich die Subventionierung dieses Leuchtturm jährlich auf zwei Drittel der momentan verrechneten Summe.
Auf Grundlage dieser Pachtkosten organisiert die Nutzergemeinschaft in passender Rechtsform – Förder-Verein, e.G. oder eGmbH o.ä. – einen kostendeckenden Wirtschaftsplan, für die vorhandenen 17.000 qm.
Außerdem organisiert er die ganzheitliche Verwaltung des Gebäudes und all seiner Teile – also auch die Vermietung der einzelnen Räume und Verrechnung der zeitweiligen Nutzerkosten.
In dieser Kalkulation ergeben sich auf Grund einer geschätzten Jahrespacht von 840.000€ bei 14.000 qm vermietbarer Fläche Kaltmieten zwischen 1€ und 12€ pro qm, wobei die Höhe abhängig ist einerseits vom Zweck der Nutzung wie auch andererseits vom Ziel der Kostendeckung. In der Schätzkalkulation ergibt sich dabei ein Überschuß von ca 150.000€, der für Personal und Sachkosten zur Verfügung steht. – siehe trägerkalkulation.xls – Schätzkalkulation deshalb, weil ich noch auf die aktuellen Zahlen für Kaltmiete und Betriebskosten warte.
Solange die Nutzergemeinschaft in der Lage ist, kostendeckend alle Notwendigkeiten der vereinbarten Pacht zu erfüllen, ist sie die alleinige Entscheidungsträgerin aller internen Prozesse und Entwicklungen.
Nur im Falle drohender oder eingetretener Minuszahlen und –Beträge bekommt die Eigentümerin (also das Land NRW) eine Vetorecht über einen Beirat, der zur Hälfte von Land und Landeshauptstadt und zur anderen Hälfte von den Nutzern delegiert wird.
So soll und wird verhindert, dass Land NRW oder die Stadt Düsseldorf weitere Subventionierungen aufbringen muß als die Verminderung der Pacht. Wenn das Land NRW den Einnahmeverlust durch die verminderte Jahrespacht (ca. 1,7  Millionen) alleine trägt, kostet das Zentrum die Stadt Düsseldorf nur den Willen und die Bereitschaft, dem Bürgerengagement eine ihm gebührende Heimat zu geben.
Und so kann auch gezeigt werden, dass die freien Bürger sogar in Gemeinschaft in der Lage sind, kostendeckend und erfolgsorientiert zu arbeiten und Dynamik zu entwickeln.
Keine Subventionierungsmentalität mehr – sondern mehr pragmatisches reales aber nachhaltiges Wirtschaftsdenken im Zeichen des notwendigen Wertewandels!
Alle dauerhaften Nutzer des Zentrums (die eigene Räume haben) bilden somit die Nutzergemeinschaft und bestimmen die Entwicklung des Zentrums selbst – solange sie die Kosten decken.